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Villa Max Weise

Die Geschichte der Villa: Freude lohne – Segen walte – Frieden wohne

  • Die gründerzeitliche Villa Max Weise wurde 1892 von dem Architekten Philipp Jakob Manz erbaut und in der Folge mehrmals umgebaut. Ursprünglich war das Gebäude reich verziert, mit Ziergiebeln an allen vier Seiten, fast schlossartig.
  • Das Gebäude erregte viel Aufsehen und wurde aufgrund seiner Architektur schnell zum Ausflugsziel neugieriger Bürger. Auftraggeber war der Schraubenfabrikant Max Weise, dessen Fabrik sich in unmittelbarer Nähe befand.
  • Hinter der Villa wurde ein großer See angelegt. Im Sommer konnte man dort baden und Bootfahren und im Winter Schlittschuhlaufen.
  • Im Jahr 1898 hielt sich der berühmte Schriftsteller Karl May („Winnetou“, „Old Surehand“…) kurzzeitig dort auf.
  • Während des Zweiten Weltkriegs brannte der Dachstuhl völlig aus. Der Wiederaufbau während des Krieges gestaltete sich schwierig und erfolgte unter Verzicht auf die seitherigen prunkvollen Verzierungen. Die dadurch geschaffene Form entspricht der heutigen.
  • Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Es wurde viele Jahre gastronomisch genutzt.

Quelle: Schriften Stadtarchiv Kirchheim unter Teck Nr. 38, Eberhard Sieber, Gründerzeitliche Villenarchitektur und repräsentativer Fabrikbau, Der Architekt Philipp Jakob Manz (1861-1936)